Was man auch ueber Kambodscha wissen sollte

Nun sind wir fast ein Jahr hier in Sihanoukville und fühlen und auch noch sehr wohl aber ich finde man sollte auch einmal die Dinge erwähnen die man nicht unbedingt in den Dokumentationen aus und über Kambodscha findet, durch die rosarote Brille gesehenes gibt es überall aber es kann ja nicht angehen, das in einem dritte Welt Land, das auch noch in jüngster Vergangenheit soviel Schreckliches durchgemacht hat, plötzlich das Paradies entstanden sein soll. Wohl bemerkt, alle Dinge die ich hier in diesem Artikel aufführe sind für meine Frau und mich kein Grund diesen Ort zu verlassen weil wir damit umgehen können und die positiven Aspekte überwiegen worüber ich ja auch schon ausführlich hier in meinem Blog berichtet habe. Diejenigen die hier Urlaub machen wollen wird das nicht vorrangig berühren aber jemand der beabsichtigt hier herzuziehen wie wir es gemacht haben sollte auf jeden Fall das eine oder andere wissen.

Ich möchte hier nicht missverstanden werden aber ich schreibe es einfach mal ganz banal, die allermeisten Menschen hier mit denen man es zu tun bekommt sind ganz einfach dumm. Der Eine oder Andere würde vielleicht sagen, sie sind ungebildet. Ich sage das kommt zur Dummheit noch dazu. Die Gründe dieser Massendummheit dürften jedem bekannt sein der sich mit Kambodscha seiner Vergangenheit auseinandergesetzt hat. Ich meine das auch nicht abwertend, sondern stelle lediglich fest. Schon das alleine kann für einen Mitteleuropäer mit durchschnittlicher Schulbildung zu einem Problem werden. Viele der hierlebenden Deutschen die ständigen Kontakt zu Kambodschanern haben, z.B. durch ein Geschäft, stehen früher oder später am Rande des Nervenzusammenbruchs, die meisten erhohlen sich zum Glück wieder. Angemerkt soll sein das es den Ausländern in Thailand nicht viel anders geht, wir haben es ja auch jahrelang durchgemacht.

Das zweite was man wissen sollte ist, das wenn man hier ein Geschäft betreiben möchte und das auch wirtschaftlich tun will, Kambodscha nicht unbedingt so billig ist wie man annehmen sollte. Speziell in den letzten Monaten sind die Preise drastisch angezogen, sowohl für Lebensmittel als auch für Mieten und das teilweise in einem ungerechtfertigtem Verhältnis. Das hat selbstverständlich mit dem schwachen Dollar zu tun aber nicht nur. Wir haben uns in den letzten Wochen nach einem Haus für einen Bekannten aus Deutschland umgesehn und haben viel interessante Informationen gesammelt. Zum einen habe ich festgestell, das viele Leute hier an Selbstüberschätzung leiden. Selbstüberschätzung was den Standort Kambodscha und speziell Sihanoukville angeht. Man hat versucht uns zu erklären, das eine Mietsteigerung um 33,33 % in einem halben Jahr mit der verbesserten Infrastruktur in Sihanouville zu rechtfertigen sei. Das sehe ich anders, es gibt immernoch regelmässige Stromausfälle von bis zu einer Stunde, das Kabelfernsehen setzt auch immernoch regelmässig aus und von der miserablen und viel zu teueren Internetverbindung wollen wir garnicht erst sprechen. Die Müllabfuhr die 8 Autos zur Verfügung hat, von denen immernoch 6 kaputt sind, so das manchmal der Müllsack 4-5 Tage vor unserem Eingangstor steht und vor sich hin stinkt. Da kommen dann die armen Leute und reissen den Müllsack auf um nach brauchbarem der Wohlstandsgesellschaft zu suchen und lassen ihn dann so stehen. Den Rest machen dann die Hunde. Also ehrlich gesagt ich sehe hier null Verbesserung der Infrastruktur aber vielleicht meint man ja die neu installierte Ampel and der Kreuzung die noch nicht funktioniert. Alles in allem ist es zwar bei weitem billiger als in Europa aber viel zu teuer für das was man für sein Geld bekommt.

Wir waren heute am Strand und haben einen Schreck bekommen. Unser Stammrestaurent hat den Besitzer gewechselt. Vorher war das Geschäft in der Hand eines Hong Kong Chinesen jetzt haben es Kambodschaner übernommen. Ich habe mir einen Kaffe bestellt wie immer und habe ihn diesmal in einer Tasse bekommen die 100%ig nicht abgewaschen wurde nachdem sie in Gebrauch war, also haben wir das mit der Essenbestellung erstmal  ausgelassen. Der Strand vor dem Restaurant war Müllverseucht bis ins Wasser rein, was auch das Schwimmengehen erstmal vermiest hat. Wir wissen jetzt das es für uns das letzte mal an diesem Strand gewesen sein wird, zum Glück gibt es ja hier auch noch andere Strände die sauberer sind.

So, das sollte erstmal genug unkerei sein, ich könnte jetzt noch eine Stunde lang über die Verkehrsverhälnisse schreiben aber das lasse ich mal lieber. Ich halte das für wichtig, das Auswanderer das wissen weil auch wer schon mal hier war und in einem Hotel oder Guesthouse gewohnt hat bekommt davon meist sehr wenig bis garnichts mit.

Anmerkung zu Blue Mountain in Sihanoukville, Kambodscha

Ich kann in meiner Blog Statistik sehen über welche Suchbegriffe meine Seitenbesucher den „Hier ist Kambodscha Blog“ finden. In dieser kurzen Liste von Suchbegriffen steht nach wie vor „blue mountain“ ganz weit oben, ich habe hier darüber berichtet. Habe schon überlegt extra für diese kurze, dreckige Strasse eine gesonderte Rotlicht Berichterstattung zu starten, wenn es die öffentlichkeit doch so interessiert. Aber wie erwähnt, es ist halt nur erstmal eine Überlegung.

Hier ist eine kurze Anmerkung für diejenigen von Euch die noch nie in Sihanoukville waren und auch noch nie den Blue Mountain besucht haben. Also wenn ihr irgenwann einmal in die Verlegenheit kommt diesen sündigen Ort aufzusuchen, braucht ihr euch nicht in Schale zu werfen und vor allem lasst die guten Bruno Magli Kalbsleder Slipper zuhause weil die Bodenverhältnisse eher in Richtung Geröllhalde gehen.

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Von hier aus betritt man im Normalfall die besagte Strasse, meistens aber wenn es dunkel ist. Hier am Anfang seht ihr links und rechts exclusive Massage Clubs wo bei Einbruch der Dunkelheit die komplette Belegschaft vor dem Laden sitzt. Die Strasse weiter hoch auf der rechten Seite gibt es 3-4 gut besetzte Kontakthöfe. Strassenbeleuchtung gibt es nicht. Ein guter Freund von mir ist vor ein paar Jahren nachts mit dem Tuktuk in Blue Mountain angekommen, ausgestiegen (hatte auch schon ein paar Biere drin) und ist nach ein paar Metern in der Dunkelheit über ein auf der Strasse liegendes Schwein gefallen. Rustikales Leben mitten in der Stadt, ich liebe es! Zwichendurch gibt es immerwieder einen kleinen Kiosk.

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Und ganz hinten am Ende der Strasse rechts steht das lägendäre Rainbow Guesthouse.

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Ihr seht, das ist der richtige Ort für gestresste deutsche Abenteurer!

Neues aus Sihanoukville: VEB auch hier und das Menue meiner Frau

Hatte viel zu tun und keine Lust was aus Kambodscha zu berichten aber neulich habe ich was gesehen wo ich meine, das gehöhrt hier her. Als ich am Schalter im Hauptpostamt von Sihanoukville stand (wie immer als einzigster) und auf den einzigsten Postbeamten wartetet (auch wie immer) sprang mir zu meiner rechten ein graues, gusseisernes Ungetüm ins Auge und nach näherer Betrachtung konnte ich mir ein Schmunzeln nicht verkneifen. Hier am anderen Ende der Welt und fast 19 Jahre nach der Selbstbefreiung der deutschen Arbeiter und Bauern aus dem Regiem der Erich H.. Eine echte, alte Postwaage hergestellt in dem VEB Wägetechnik Weimar, Betriebsteil Schnellwaagenfabrik Eisenach. Das ist mit Sicherheit noch ein Überbleibsel aus dem damahligen Techniktransfer unter den Kommunistischen Bruderstaaten (schmunzel).

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Ostdeutsches Kulturgut in Kamboscha
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VEB Wägetechnik Weimar auf dem Postamt in Sihanoukville

Genug der Nostalgie, hier noch etwas über meine Frau. Nun, sie ist nicht gerade vom Stress geplagt seit dem wir in Kambodscha angekommen sind, ganz wieder ihrer Natur. Wie ich schon vorrausgesehen habe hält sie das nicht lange aus und so ist sie zu dem Entschluss gekommen, das umzusetzen was sie am besten kann und das ist Kochen. Der neue Plan ist nun, sie möchte ein kleines Thairestaurant eröffnen! Ich habe diese Entscheidung begrüsst unter der Vorrausstzung, das sie nicht mit allzu grossen Kosten verbunden ist. So hat sie was zum fummeln und alle sind zufrieden. Da ich ja weiss das hier in Asien auch schon ein Strohdach mit ein paar Plastikstühlen ein Restaurant sind sehe ich der Sache gelassen entgegen. Ich rede ihr da auch garnicht rein und sie hat schon mal angefangen eine Speisekarte zusammenzustellen. Da hier viele anderssprachige Menschen unterwegs sind hat sie klugerweise auch Bilder von ihren Gerichten gemacht und mich gebeten einfach mal eins hier einzustellen.

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Das ist ein grünes Thai Hühner Curry, normalerweise scharf!

Ist alles lecker und sehr gesund aber wenn ich mal die Schnauze voll habe von Reis dann gibts ja immernoch das hier:

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Der Grosse Markt von Sihanoukville wurde Brandgeräumt

Ich habe davon damals in Thailand schon mal in den nachrichten gesehen und nicht schlecht gestaunt wie manche Dinge hier in Asien angegangen werden. Jetzt ist es leider auch in der Stadt passiert in der ich lebe. Eine Brandräumung im grossen Styl. Irgendwer hat über Nacht den gesamten Markt abgefackelt. ich habe nicht schlecht gestaunt als ich vorgestern am Morgen ins Gym gefahren bin und den Tumult auf der Strasse zum Markt gesehen habe. Der Verkehr wurde weiträumig umgeleitet und bevor ich abbiegen musste habe ich noch ein paar Feuerwehrfahrzeuge stehen sehen ansonsten ein Meer aus schwarzehaarigen Köpfen und Baseballkappen. Im Sportstudio wurde ich dann aufgeklärt was geschehen ist. Mein heissgeliebter Mart genau im Zentrum von Sihanoukville ist mal eben abgebrannt und ich schreibe hier nicht von ein paar Buden sondern von einem unüberschaubaren Labyrint aus Ständen und schmalen Gängen das ungefähr die Grösse von zwei Fussballfeldern einnimmt.

Sihanoukville
Das Werbeschild für das neue Bauvorhaben steht schon da

Es sind zum Glück keine Menschen verletzt oder sogar getötet worde, darauf achtet man schon in einem buddhistischem Land. Ich bin hier Ausländer und ich möchte auch keine Partei ergreifen aber man munkelt, das dieses Filetgrundstück an einen reichen Menschen verkauft wurde der den darauf ansässigen Markthändlern die Mietverträge gekündigt haben soll. Die Markthändler haben das wohl nicht eingesehen und sind einfach geblieben, daraufhin ist der ganze Marktplatz mit allem was darin war in Rauch und Asche aufgegangen. Pech für die Markthändler und alle die damit zu tun hatten. Pech auch für alle die dort täglich einkaufen gegangen sind. Aber so wird das nun mal in Südostasien geregelt, das ist kein Einzelfall. In meinem Beitrag Der zentrale markt von Sihanoukville könnt ihr noch ein paar Bilder von vor dem Brand sehen.

Martkt_Sihanoukville Brandraeumung Kambodscha
Marktbrand Sihanoukville

Ich möchte nochmal erwähnen, das die Begleitumstände die ich hier erwähne mir durch Dritte zugetragen wurden und in Einzelheiten variieren können aber der Fakt bleibt der Markt ist weg und es ist auch niemand mit der Zigarette eingeschlafen. Meine Frau geht jetzt immer zum kleinen Markt der weniger Angebot hat und dadurch das jetzt alle da einkaufen müssen hoffnungslos überlaufen ist. Was die Händler vom zentralen Markt jetzt machen steht in den Sternen. Es gibt nicht weit vom alten Standort ein Areal, auf dem schon fertige relativ neue, fest gemauerte Marktstände vorhanden sind. Das Gelände nennt sich „Trade Center“, ist umzäunt und liegt einsam und ungenutz da, wielange schon weiss ich nicht. Dort kostet die Jahresmiete pro Stand wohl 4.000,- $ (wieder eine Information von einem auch hier ansässigen Ausländer) und das übersteigt die finanziellen Möglichkeiten der Händler. Speziell jetzt, nachdem sie ihr gesamtes Inventar im Feuer verloren haben. Und da regt man sich in Deutschland über Kleinigkeiten auf, unfassbar!

Blogpost zum Thema Sihanoukville / Kambodscha in einem anderen Blog:
Nachrichten Urlaub und Reisen – Die schönsten Strände in Asien

Hier ist Kambodscha wünscht einen guten Rutsch ins neue Jahr

Hallo Kambodscha Blog Leser, ich bedanke mich für euer Interesse an meinen Beiträgen hier aus Sihanoukville / Kambodscha. Das nun zuende gehende Jahr verlief für mich weitestgehend positiv und ich hoffe, das ihr das auch von euch behaupten könnt. Dem vergangenen soll man nicht hinterhertrauern weil es bringt einen im Leben nicht weiter. Wir müssen uns auf das konzentrieren was noch vor uns liegt und vorbereitet sein auf positives und auch negatives. Jeder einzelne muss für sich die Lebensverhältnisse schaffen in denen er sich am wohlsten fühlt. Das ist leider in der sogenannten freien Welt nicht immer so einfach. Mein Rat für das kommende Jahr, seht die Dinge positiv und sagt was euch nicht passt (das habe ich immer getan). Es ist nicht immer ratsam mit dem Strom zu schwimmen, oft findet man sein Glück abseitz der ausgetretenen Pfade. Wir lesen uns in 2008.

Guten Rutsch und lassts euch gut gehen!

Ich werde heute abend mit meiner Familie und meinem Kumpel ein Sylvesterdinner in einem sehr empfehlenswertem deutschen Restaurant haben und den abend mit Schweinelende gefüllt mit Gorgonzola und einer Pilzsosse beginnen. Der weitere verlauf ist noch völlig offen. Es kann sein das wir am Strand in eine Party eintauchen oder aber auch gemütlich zuhause ein paar DVD’s schauen.

Mein Film Tip: Mel Gibson’s Apocalypto gestern gesehen, 10 Punkte mit Zusatzzahl!

Gut angekommen in Kambodscha und der Zauber von Angkor Wat

Nach drei einhalb Stunden Busfahrt bin ich am Flughafen von Phnom Penh angekommen, eine halbe Stunden zu früh. Die Maschine aus Taipe hatte 15 Minuten Verspätung, also noch genug Zeit für einen Kaffe aus dem Plastikbecher im Flughafenschnellrestaurent. Nach einer mordsmässigen Flugroute von Deutschland nach London, von London nach Taipe, eine Übernachtung in Taipe und dann am nächsten Morgen weiter nach Phnom Penh ist mein Kumpel endlich angekommen.

Kulturschock vom feinsten, das erste mal in Indochina! Nicht schlecht gestaunt hat er als wir durch die Strassen von Phnom Penh gefahren sind. Info: „Die Taxis die einen vom Flughafen in die Stadt bringen sind im Verhältnis recht teuer, wir haben für eine Fahrt zum Paragon Hotel an der Riverside 8,- $ bezahlt“. Aber das kümmert einen Touristen aus einem europäischen Industrieland wenig, wenn man bedenkt was die Leute in London, Paris oder Berlin für eine Taxifahrt bezahlen müssen. Das Paragon Hotel liegt sehr zentral direkt am Tonle Sap River oder auch Mekong River und ist mit schönen, sauberen Zimmern ausgestattet. Ich hatte ein Zimmer mit Minikühlschrank, Kabelfernsehen und Warmwasserdusche für 15,- $. Wir haben dann eine kurze Stadtrundfahrt mit dem Tuk Tuk unternommen.

Empfehlung: Wenn ihr eine Tuk Tuk Stadtrudfahrt machen wollt dann empfehle ich euch einen sehr freundlichen und kompetenten jungen Mann. Er ist Student und hat recht gute Englischkentnisse und reichhaltigem Wissen zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt. Wir waren sehr zufrieden auch was den Preis angeht.

Er wird Pov gerufen und er ist sofort zur Stelle wenn ihr im kambodschanischen Netz 012-927 247 anruft oder eine Email zu sokhon_007@yahoo.com sendet.

Interessant sind der Central Market, Königspalast, Nationalmuseum und diverse Tempel. Den Abend haben wir mit einem üppigen Dinner eingeläutet und sind dann ins Martini Massage Pub Restaurant Freiluft Kontakthof gefahren. Wir waren die ersten und hatten so den kompletten Überblick. Etwa 30-40 kambodschanische und vietnamesische Girls sassen an den Tischen verteilt. Die Lichtverhältnisse waren extrem dunkel gehalten, so das man nicht recht erkennen konnte wie die Damen eigentlich aussahen. Aufgefallen ist eine etwas grössere Dame mit üppigen Vorbau. Da man dort auch gleich essen kann haben wir nochmal ein kleinen Snak zu uns genommen und haben den Weg ins Hotel angetreten.

Am nächsten Morgen ging es dann mit dem Taxi zurück nach Sihanoukville. Drei Stunden Fahrt und mein Kumpel konnte endlich den wohlverdienten Urlaub beginnen.

Angkor Wat

Die fahrt nach nach Siem Rep, der Stadt im Norden Kambodschas die direkt an den historischen Tempelanlagen liegt. Von Sihanoukville mit dem Taxi über Phnom Penh nach Siem Rep. Alles in allem sind es ca. 7 1/2 Stunden Fahrt, die sich allemale lohnen. Siem Rep ist voll mit Hotels und Guesthäusern und es ist kein Problem ein gutes Zimmer für 10,- $ zu bekommen. Es empfiehlt sich den Angkor Wat direkt bei Sonnenaufgang zu erleben. Wir sind um 05:00 Uhr morgens mit zwei Fahrädern bewaffnet von einem Tuk Tuk zu den Tempelanlagen gefahren worden. Die Tageskarte kostet 20,- $, die 3 Tageskarte 40,- $ und die Wochenkarte kostet 60,- $. Alles lief nach Plan, bei unserem Eintreffen war es noch stockfinster. Der letzte Weg zum Tempel legten wir mit all den Anderen Besuchern zu Fuss zurück. Man kann zu dieser Zeit und Dunkelheit nur erahnen was einen schon in kurzer Zeit erwarten wird. Trotz ein paar hundert Besuchern herrschte eine gespannte Stille, nur die niemals verstummenden Geräusche des Urwaldes waren zu höhren. Mit dem Aufgehen der Sonne begann ein fantastisch, überirdisches Schauspiel was ich niemals in meinem Leben vergessen werde. Man kann den Hauch längst vergangener Zeiten spüren, diese exotisch fremden Eindrücke schlagen jeden in seinen Bann. Der Angkor Wat erhob sich aus der Dunkelheit, mystisch und überwältigend wurde er mit zunehmender Helligkeit immer Monumentaler. Mitten im Urwald hatten das Volk der Khmer vor über 1000 Jahren eine Hochkultur geschaffen und wir standen inmitten der stummen Zeugen dieser glanzvollen Zeit.

Wir haben an einem Tag die wichtigsten Haupttempel besichtigen können, mit dem Fahrrad radelt man bequem von einem Tempel zum Anderen. Wer sich allerdings intensiver mit dem Weltwunder beschäftigen möchte als wir beiden Kunstbanausen sollte sich mehr Zeit nehmen.

Wie angekündigt habe ich ein paar Fotos gemacht aber auch die Beste Aufnahme kann nicht das widergeben was man direkt vor Ort wahrnimmt. Nachdem ich dann die ersten paar Aufnahmen gemacht habe waren die Akkus alle und ich musste leider feststellen, das das Ladegerät kaputt ist und damit hat es sich dann erledigt mit den weiteren Fotos. Ihr könnt leider nur die sehen die ich noch ganz früh morgens machen konnte.

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Endlich mal raus aus Sihanoukville

Morgen früh ist es nun soweit, ich komme endlich mal raus aus Sihanoukville. Ihr werdet es kaum glauben aber ich habe seitdem wir im Frühjahr hier angekommen sind, bis auf den Ausflug zu den Kbal Chhay Wasserfällen, nicht einmal Sihanoukville verlassen. Einige werden sagen „Man was ist mit dem los, hängt da nur in dem Badeort rum“, aber ich kann nur sagen, das ich hier in Sihanoukville alles vorfinde was ich für meine Bedürfnisse brauche. Aber nun freue ich mich doch über meinen kurzen Ausflug nach Phnom Penh.

Morgen um 11:45 Uhr Ortszeit kommt endlich mein langjähriger Kumpel aus Deutschland an um uns hier für 3 Wochen zu besuchen. Als eingefleischter Karibikurlauber kommt er nun zum ersten mal nach Asien, bin gespannt was er sagt. Früh um 07:30 Uhr werde ich hier vom Busbahnhof Sihanoukville abfahren, der Busfahrschein kostet 3,- $. Ich denke ich werde pünklich am Flughafen eintreffen. Da wir eine nacht in Phnom Penh verbringen habe ich vorsorglich schon mal zwei Zimmer in einem Hotel genau am Fluss gebucht. Ich werde für interessierte einige Informationen über dieses Hotel in den Blog schreiben wenn ich wieder da bin.

Mal sehen wie mein Kumpel nach dem Flug drauf ist, ich habe eigentlich geplant nach einem guten Dinner mit ihm mal die Vorzüge des südostasiatischen Nachtlebens zu erkunden. Meine Frau war so freundlich mir schon mal aus einem Phnom Penh Touristguide die Bars mit den, ihrer Aussage nach schönsten Mädchen von ganz Phnom Pen, raus zusuchen. Na, wir werden sehen was uns erwartet.

Einige werden sich jetzt wundern wie es sein kann, das meine Frau mich auch noch animiert in Bars mit Damenbesetzung zu gehen. Tja meine Herren, das sind die Vorzüge einer langjährigenPartnerschaft und Ehe mit einer traditionellen Asiatin. Ich bin nun niemand der diese für Männer die mit deutschen Frauen zusammenleben unglaubliche Freiheit ausnutzt aber ich könnte wenn ich wollte ohne irgendwelche häuslichen Probleme. Diese asiatische Ehestrategie ist auch garnicht mal so blöd, weil etwas was verboten ist macht viel mehr Spass und wird auch gerne heimlich gemacht. Meine Damen denken sie darüber nach vielleicht können sie hier von ihren asiatischen Kolleginnen noch etwas lernen.

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